Theo und seine Frau Jannine haben 2017 den Hidden Jazz Club gegründet. Wir haben mit Theo darüber gesprochen, wie sie mit Camo auch im Lockdown weiter auftreten.
Meine Frau und ich haben den Hidden Jazz Club gegründet, um für kleine Gruppen an abgelegenen Orten auf der ganzen Welt Musik zu spielen. Vor der Pandemie hatten wir für das Jahr eine große Bandbreite an Shows geplant; in Großbritannien, New York, Paris. Angesichts der aktuellen Lage konnten diese natürlich nicht stattfinden, also mussten wir dieses Jahr unseren Ansatz ändern.
Wir haben angefangen, unsere Jazz-Abende live zu streamen, statt sie persönlich zu spielen. Wir haben versucht, die intime Atmosphäre zu bewahren, die wir mit dem Hidden Jazz Club geschaffen hatten, deshalb begrenzen wir die Livestreams auf 20 Personen und versuchen, während der ganzen Show mit jedem Einzelnen persönlich in Kontakt zu treten, genau wie damals, als wir alle im selben Raum waren.
Nach etwa anderthalb Monaten mit diesen Online-Shows hatte ich in gutes Audio-Equipment investiert, aber eine Webcam konnte ich beim besten Willen nirgends auftreiben. Die Leute kauften Tickets für die Show – wir machten sie nicht kostenlos –, also hatte ich das Gefühl, wir sollten ihnen im Gegenzug eine bessere Videoqualität bieten, aber ich fand online einfach nichts, das brauchbar aussah.
Von Camo habe ich zuerst durch meine Frau erfahren, sie hat mir einen Artikel über diese neu veröffentlichte App gezeigt. Beim Lesen der Rezension klang es, als könnte es noch etwas unausgereift sein, aber ich war überrascht, wie ausgereift es war, als ich es dann selbst nutzte. Es war praktisch ‚einstecken und loslegen‘, es dauerte keine Zeit, es einzurichten. Ich schätze eine schnelle Einrichtung und versuche, die Zeit, die ich für solche Dinge aufwende, so weit wie möglich zu begrenzen, sonst geht das auf Kosten meiner Zeit mit der Familie. Mit Camo nutze ich einfach jedes Mal die automatischen Einstellungen, ich muss nichts ändern.
Seit wir Camo nutzen, ist es für uns leichter geworden, eine Verbindung zu den Leuten aufzubauen, die zuschauen — möglich wird das durch die klarere Bildqualität auf beiden Seiten. Es ist, als würde man die Realität kurz vergessen: Wenn die Bildqualität superklar ist, fühlt es sich fast so an, als wären wir wieder zusammen, im selben Raum. Mit einem wirklich körnigen Bild ist es schwer, dieses Gefühl zu haben.
Seit wir Camo nutzen, war das Feedback zu den Shows bisher definitiv positiver, und ich weiß, dass das an der verbesserten Videoqualität liegt.
Anfangs fühlte sich der Übergang zu Online-Shows etwas hölzern an. Seltsamerweise haben wir seitdem festgestellt, dass es online leichter ist, direkt mit dem Publikum in Verbindung zu treten, als es bei einem sitzenden Publikum gewesen wäre. Bei einem Videocall kann ich die Gesichter aller klar sehen, ich kann sie besser hören, als ich es vielleicht könnte, wenn sie hinten im Raum gesessen hätten.
Ich weiß nicht, wann sich die Dinge wieder normalisieren, und ich weiß auch nicht, wie die Leute auf Dinge wie Musik-Gigs reagieren werden, wenn wir überhaupt wieder so weit sind; diese Möglichkeit zu haben, nimmt mir definitiv einen Teil dieser Sorge. Ich schätze mich glücklich, trotz der aktuellen Lage noch das tun zu können, was ich liebe. Als Musiker ist das Auftreten so ein großer Teil unseres Lebens.
Seit unserem Gespräch mit Theo bucht der Hidden Jazz Club wieder Live-Shows. Tickets für ihre Live- und Online-Shows gibt es hier.






